Programm der Orgelwochen 2017 – mit Orgelstars aus Paris, Barcelona und Dänemark

Klaviatur-für-web-(c)-BestDie 3. Großhansdorfer Orgelwochen im November werden internationaler denn je  – Jedes Wochenende ein Orgelkonzert mit einem international berühmten Orgelvirtuosen für die Zuschauer. Ich sage absichtlich nicht „Zuhörer“, da Sie wie in den letzten beiden Jahren den Organisten per Kamera auf die Finger und Füße sehen können.Hier eine Vorschau auf das Programm und die Künstler der vier Orgelkonzerte, die Teil der 3. Großhansdorfer Orgelwochen sind:

 

Sonnabend, 4. November, 18 Uhr: Juan de la Rubia

J. S. Bach (1685-1750):
Concerto d-moll (nach Vivaldi) BWV 596

A. de Cabezón (1510-1566):
Diferencias sobre las Vacas

J. S. Bach (1685-1750): 
Chaconne d-moll aus der 2. Violin-Partita BWV 1004
(Transkription: A. Landmann)
Meine Seele erhebt den Herren BWV 648

Louis Vierne (1870-1937):
Hymne au Soleil op. 53 Nr. 3

Ch. Tournemire (1870-1939):
Choral-Improvisation über „Victimae Paschali“
(Rekonstruktion: M. Duruflé)

Juan de la Rubia (*1982):
Improvisation über einen Lutherchoral

Juan de la Rubia (Foto: Igor.Cat)

Juan de la Rubia stammt aus der Nähe von Valencia. Konzertreisen in mehr als 20 Länder führten ihn in den letzten Jahren auf die großen Bühnen Europas, Südamerikas und Asiens. Er trat unter anderem im Auditorio Nacional de Música in Madrid, dem Palau de la Música Catalana in Barcelona, dem Berliner Konzerthaus, dem Leipziger Gewandhaus, im Kölner Dom und im Mariinsky Theater und der Philharmonie von Sankt Petersburg auf und musizierte als Solist mit dem Freiburger Barockorchester. Juan de la Rubia wurde für sein Orgelspiel wiederholt ausgezeichnet, unter anderem mit dem Preis „El Primer Palau“ des Palau de la Música in Barcelona. 2012 wurde er in die Königliche Akademie der Schönen Künste Sant Jordi Kataloniens berufen. Er ist Professor an der Musikhochschule Kataloniens und Organist der Basilika Sagrada Família in Barcelona

 

 

Sonnabend, 11. November, 18 Uhr: Thomas Ospital

J. S. Bach (1685-1750):
Präludium und Fuge a-moll BWV 543
Triosonate Nr. 2 c-moll BWV 526
Vivace – Largo – Allegro

W.A. Mozart (1756 – 1791):
Fantasie f-moll KV 608

César Franck (1822 – 1890):
Cantabile

Louis Vierne (1870 – 1937):
Naïades op.55 Nr. 4

Jean Guillou (*1930):
Toccata

Thomas Ospital (*1990):
Improvisation über einen Lutherchoral

Thomas Ospital ©Jean-Radel

Thomas Ospital begann seine musikalische Ausbildung am Konservatorium von Bayonne. Anschließend setzte er seine Studien am Pariser Konservatorium fort. Er erhielt fünf erste Preise in den Fächern Orgel, Improvisation, Harmonielehre, Kontrapunkt und Fuge. Bei internationalen Wettbewerben errang er zahlreiche Preise. Im Jahre 2012 war er für sechs Monate Young Artist in Residence an der Kathedrale Saint Louis King of France in New Orleans (USA) und 2015 Artist in Residence beim Festival de Musique Sacrée de Rocamadour. Im März 2015 wurde er als Nachfolger von Jean Guillou zum Titularorganisten an der großen Orgel von Saint-Eustache in Paris ernannt. 2016 wählte ihn Radio France als ersten Organiste en Résidence an der neuen Grenzing-Orgel des Maison de la Radio in Paris. Die Improvisation nimmt in seiner musikalischen Praxis einen breiten Raum ein und er setzt sich dafür ein, diese Kunst in all ihrer Vielfalt zu erhalten. Seine Aktivität als Konzertorganist, Kammermusiker und Solist mit Orchester führt ihn in viele Länder Europas, nach Russland und in die USA. Seit 2017 ist er Professor am Konservatorium in Paris.

Sonnabend, 18. November, 18 Uhr: Clemens Rasch

J. S. Bach (1685-1750):
Präludium h-moll BWV 544.1
„Vater unser im Himmelreich“ BWV 682
Fuge h-moll BWV 544.2

Rudolf Lassel (1861-1918):
Fantasie über „Ein feste Burg“

V. Bräutigam (*1939):
Toccata über „Christ lag in Todesbanden“

J. S. Bach (1685-1750):
„Jesus Christus unser Heiland, der von uns den Gottes Zorn wandt“ BWV 688

E.-U. von Kameke (*1926):
Rascacielos
II „Entrada“
IV „Ascensor“

César Franck (1822-1890):
Choral a-moll

 

Clemens-neues-Foto-für-WebClemens Rasch ist Rechtsanwalt und Kirchenmusiker. Nach dem Abitur in Kamen/Westf. studierte er Rechtswissenschaft in Hamburg. Gleichzeitig trat er als Privatschüler in die Orgelklasse von Prof. Ernst-Ulrich von Kameke ein. Er war Mitglied des Hamburger Bachchors und des Collegium musicum St. Petri und war regelmäßiger Klavierbegleiter der Violinklasse von Prof. Michael Goldstein.
Nach Abschluss des Jurastudiums schloss sich das Kirchenmusikstudium in Lübeck an, in dem er u.a. bei Martin Haselböck (Orgel), Uwe Röhl (Improvisation) und Hans Gebhard (Chorleitung) studierte. Seit 1988 ist Clemens Rasch Kantor und Organist der Auferstehungskirche Großhansdorf. 1991 übernahm er interimistisch die Leitung des Hamburger Bachchors St. Petri. Seit 1995 ist Clemens Rasch Rechtsanwalt. In der Zeit von 1997 bis 2003 war er Justitiar der Verbände der deutschen Musikindustrie. 2003 gründete er eine auf Musikrecht spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei und übernahm die Geschäftsführung der proMedia Gesellschaft zum Schutz geistigen Eigentums mbH in Hamburg.

 

Sonnabend, 25. November, 18 Uhr: Christian Kampmann Larsen  

J. S. Bach (1685-1750):
Präludium und Fuge e-moll BWV 548

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847):
Sonate Nr. 6 in d-moll op. 65
„Vater unser im Himmelreich“
Choral und Variationen – Fuga – Finale

Max Reger (1873-1916):
Cappricio aus „Zehn Stücke“ op. 69
Präludium – Fuga aus „Zwölf Stücke“ op. 80

Marcel Dupré  (1886-1971):
Prelude et Fugues op. 7 Nr. 3

 

 

 

 

Christian Kampmann-Larsen ( (c) CKL)

Christian Kampmann Larsen, geboren 1958, studierte von 1975-1982 an der Carl-Nielsen-Akademie für Musik, Odense. 1981 erhielt er den Jacob-Gade-Preis. Nach seinem Diplom wurde er in die Solistenklasse der Königlich Dänischen Hochschule für Musik in Kopenhagen aufgenommen. Er vervollkommnete seine Orgelstudien  in Wien bei Martin Haselböck.
Seit 1990 ist Christian Kampmann Larsen Titularorganist an der Sct. Peders Kirche in Næstved. Auf seine Initiative hin wurden dort in den Jahren 2015 und  2016 eine große romantische Orgel der Firma Eule gebaut und die historische Schwalbennestorgel aus dem Jahre 1585 von Gerhard Grenzing rekonstruiert.
Er konzertierte in Europa, Südamerika, Mexiko, U.S.A., Australien, Neuseeland und Russland. Außerdem war er Mitglied der Jury im Franz Liszt Wettbewerb in Budapest 1999 und der ”First Gorvenor’s International Piano Competition in Saratow, Russland 2000.
Er hat zahlreiche CD-Einspielungen vorgenommen, unter anderem mit den gesammelten Orgelwerken von Max Reger

 

 

Karten für die Konzerte (€15) gibt es im Kirchenbüro (Tel. 04102 697423) und an der Abendkasse.