Programm der Orgelkonzerte 2016 – Orgel anders als sonst!

Klaviatur-für-web-(c)-BestDie 2. Großhansdorfer Orgelwochen im November werden richtig spannend – Jedes Wochenende ein Orgelkonzert mit einer interessanten neuen Erfahrung für die Zuschauer. Ich sage absichtlich nicht „Zuhörer“, da Sie wie im letzten Jahr den Organisten per Kamera auf die Finger und Füße sehen können.  Nicht nur Orgel solo wird geboten: Orgel mit Gedichtrezitation, Orgel zum Stummfilm und Orgel mit Orchester stehen auf dem Programm.

Hier eine Vorschau auf das Programm und die Künstler der fünf Orgelkonzerte, die zusammen mit weiteren Veranstaltungen Teil der 2. Großhansdorfer Orgelwochen sind:

 

Sonnabend, 5. November, 18 Uhr: Elisabeth Ullmann

D.Buxtehude (1637-1707):
Präludium in C

J. S. Bach (1685-1750):
Partite diverse über
„Christ, der du bist der helle Tag“
Präludium und Fuge in C-Dur BWV 531

N.W. Gade (1817-1890):
Tonstück op. 22/1 – Moderato

F.-A. Guilmant (1837-1911):
2e Sonate pur le Grand Orgue
D-Dur Op. 50
Larghetto
Allegro vivace

Max Reger (1873-1911):
Benedictus (aus 12 Stücke op.59)
Aus der 2. Sonate d-moll für Orgel op.60:
I. Introduction und Fuge
(Allegro assai. Allegro energico)

Elisabeth Ullmann Elisabeth Ullmann stammt aus Zwettl in Niederösterreich und lebt heute in Wien. Ihr Studium absolvierte sie an den Musikhochschulen Wien, London und Salzburg. Ihre prägenden Lehrer waren Michael Radulescu und Alois Forer, Meisterkurse bei Anton Heiller, Marie-Claire Alain und Harald Vogel. Mit zahlreichen Auszeichnungen und Preisen bei renommierten Orgelwettbewerben – einschließlich erster Preise beim internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb in Leipzig und beim Anton-Bruckner-Orgelwettbewerb in Linz – machte sie rasch auf sich aufmerksam. Nicht zuletzt erhielt sie den Deutschen Schallplattenpreis und wurde als „Organist of the Year 2006“ geehrt. Neben ihrer Lehrertätigkeit am Mozarteum Salzburg führen Einladungen zu Solokonzerten, Gastspiele mit Orchestern und Meisterkurse sie regelmäßig durch Europa, Israel, USA, Canada und China.

 

 

Sonnabend, 12. November, 18 Uhr: Eberhard Lauer

J. S. Bach (1685-1750):
Passacaglia c-Moll BWV 582
„Meine Seele erhebet den Herren“

E. Lauer (*1956):
Improvisationen zu Gedichten aus dem
Marienleben von Rainer-Maria Rilke:
„Mariae Verkündigung“
„Geburt Christi“
„Pietà“
„Stillung Mariae mit dem Auferstandenen“
„Vom Tode Mariae II“
(Rezitationen der Gedichte durch Silja von Kriegstein)

M. Reger (1873-1916):
Ave Maria op. 80 Nr. 5
Phantasie über den Choral
„Wie schön leucht‘ uns der Morgenstern“

Eberhard LauerEberhard Lauer ist Kirchenmusikdirektor an der Domkirche St. Marien zu Hamburg und Orgelprofessor an der Musikhochschule in Lübeck. Das Studium der Orgel und Kirchenmusik führte ihn nach Aachen, Düsseldorf und Amsterdam, in Hamburg kam Musikwissenschaft und Philosophie hinzu. Erste Preise gewann er bei Orgelwettbewerben in Nürnberg und Speyer. Neben dem organistischen Repertoireschwerpunkt im 19. und 20. Jahrhundert gilt seine Vorliebe dem Werk J.S.Bachs (mehrfache Gesamtaufführung des Orgelwerks) und besonders der Improvisation. Er ist international für Konzerte unterwegs. Daneben sind Aufnahmen für Funk, Platte und Fernsehen fester Bestandteil seines Berufslebens – Werke von Bach, Mendelssohn, Liszt, Widor, Vierne und sämtliche Werke Messiaens hat er bereits eingespielt.

 

 

Dienstag, 15. November, 20 Uhr: Benefizkonzert des Lions-Club Ahrensburg

F.-A. Guilmant (1837-1911):
1. Symphonie für Orgel und Orchester op.42
I. Introduction (Largo e maestoso) et Allegro
II. Pastorale: Andante quasi Allegretto
III. Final: Allegro assai

A. Dvorak (1841-1904):
Stabat Mater op. 58
(für Soli, Chor und Orchester)

 

Erleben Sie eine neue Dimension des Raumklangs! Vor Ihnen das Orchester, von hinten die Orgel. Sinfonische Werke für Orchester und Orgel als Soloinstrument sind nicht häufig zu hören. Ist die räumliche Trennung eine Herausforderung im Zusammenspiel für Organist und Dirigent, so verstärkt der von allen Seiten auf die Zuhörer einströmende Klang den bereits im Werk Guilmants komponierten musikalischen Genuss zu einem einzigartigen Erlebnis.

 

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Ausführende:

Clemens Rasch, Orgel
Gesangssolisten
Jugend-Sinfonieorchester Ahrensburg
Leitung:
Michael Klaue

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonnabend, 19. November, 18 Uhr: Jürgen Essl 

Stummfilm von Fritz Lang:
„Der müde Tod“ (1921)

dazu Orgelimprovisationen von Jürgen Essl

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Fühlen Sie sich in die Anfänge des Kinos versetzt. Wir zeigen die neu 2015 durch die Murnau-Stiftung restaurierte Version des Stummfilms „Der müde Tod“ auf der großen Leinwand. Die Entwicklungen und Emotionen des Films werden – wie in den Kinos Anfang des 20. Jahrhunderts – durch live-Improvisation auf der Orgel untermalt. Auch hier können Sie auf der zweiten Leinwand das Wirken des Künstlers Jürgen Essl verfolgen.

 

Jürgen EsslJürgen Essl ist auf vielfältige Weise als Organist, Komponist und Pädagoge in der internationalen Musikszene präsent. Seine Konzerttätigkeit als Interpret und Improvisator führte ihn durch Europa, nach Japan, Israel, den USA und Mexiko, er gastierte in Moskau, Prag, Wien, Madrid, Notre Dame Paris, u.v.a.m. Sein Repertoire reicht von Alter Musik bis zu Uraufführungen gegenwärtiger Musik. Renommierte Komponisten haben ihm etliche Werke gewidmet. Nach dem Studium bei Ludger Lohmann, Willibald Bezler, Francis Chapelet und Michael Radulescu in Stuttgart, Bordeaux und Wien war er zunächst Kirchenmusiker in Sigmaringen. 1997 wurde er als Professor an die Lübecker Hochschule berufen. 2003 folgte er einem Ruf an die Stuttgarter Musikhochschule, deren Organistenausbildung weltweiten Ruf genießt. Er gibt zahlreiche Meisterkurse und ist gefragter Juror bei Orgelwettbewerben. Über 20 CD-Einspielungen und Produktionen mit großen Rundfunkanstalten dokumentieren sein vielfältiges musikalisches Wirken.

 

 

 

 

Sonnabend, 26. November, 18 Uhr: Clemens Rasch

J. S. Bach (1685-1750):
Toccata dorisch
„Nun komm der Heiden Heiland“
BWV 659
Fuge dorisch
„Nun komm der Heiden Heiland“
BWV 661

C. Franck (1822-1890):
Prélude, Fugue et Variation op. 18

E.-U. von Kameke (*1926):
Rascacielos I

M. Dupré  (1886-1971):
„Nun komm der Heiden Heiland“ op. 28 Nr. 59
Evocation III op. 37

M. Reger (1873-1916):
„Nun komm der Heiden Heiland“ op.67 Nr. 59
Phantasie D-Dur über den Choral
„Ein feste Burg ist unser Gott“ op.27

Wie verschiedene Komponisten denselben Choral neu interpretieren und verarbeiten, ist ein Schwerpunkt dieses Konzerts.

Clemens-neues-Foto-für-WebClemens Rasch ist Rechtsanwalt und Kirchenmusiker. Nach dem Abitur in Kamen/Westf. studierte er Rechtswissenschaft in Hamburg. Gleichzeitig trat er als Privatschüler in die Orgelklasse von Prof. Ernst-Ulrich von Kameke ein. Er war Mitglied des Hamburger Bachchors und des Collegium musicum St. Petri und war regelmäßiger Klavierbegleiter der Violinklasse von Prof. Michael Goldstein.
Nach Abschluss des Jurastudiums schloss sich das Kirchenmusikstudium in Lübeck an, in dem er u.a. bei Martin Haselböck (Orgel), Uwe Röhl (Improvisation) und Hans Gebhard (Chorleitung) studierte. Seit 1988 ist Clemens Rasch Kantor und Organist der Auferstehungskirche Großhansdorf. 1991 übernahm er interimistisch die Leitung des Hamburger Bachchors St. Petri. Seit 1995 ist Clemens Rasch Rechtsanwalt. In der Zeit von 1997 bis 2003 war er Justitiar der Verbände der deutschen Musikindustrie. 2003 gründete er eine auf Musikrecht spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei und übernahm die Geschäftsführung der proMedia Gesellschaft zum Schutz geistigen Eigentums mbH in Hamburg.

 

Karten für die Konzerte gibt es im Kirchenbüro (Tel. 04102 697423) und an der Abendkasse.