Grenzing stellt Kleinorgel für die Übergangszeit zur Verfügung

IMG_6149kleinUm in der Zeit zwischen Orgelab- und Orgelaufbau nicht ganz ohne Orgel dazustehen, hat uns Orgelbauer Grenzing ein Orgelpositiv zu Verfügung gestellt und im Oktober aus Spanien hergebracht.

Als Orgelpositiv bezeichnet man eine Kleinorgel mit wenigen Registern (Klangfarben) und Pfeifen, die im und am (hinter) dem Gehäuse angebracht sind.

Das zweimanualige Instrument ist ein größeres Instrument dieser Gattung.  Einige Register kann man getrennt für die höhere oder die tiefere Hälfte der Klaviatur einschalten (oberhalb oder unterhalb des „c“). Dies gibt noch mehr Möglichkeiten, Melodien und die dazugehörige „Begleitung“ unterschiedlich zu registrieren, und damit z.B. die Melodiestimme einfacher hervorzuheben. Eine solche „geteilte Lade“ war in Spanien früher sehr verbreitet. Entsprechend war Orgelmusik auch so geschrieben, dass die jeweiligen Melodie- oder Begleitstimmen dann auch bei c endeten und nicht in den anders registrierten Bereich überliefen.

Auch die Registrierung und die Intonation der Orgel, die zusammen den Klang ergeben, ist auf spanisch-barocke Musik ausgerichtet. Gottesdienstbesuchern wird dies recht schnell auffallen, und sie werden sich beim Hören der Orgel möglicherweise in eine solche Zeit hineinversetzt fühlen.  Für die Interessierten anbei die Registerliste zum Download (hier klicken für pdf-Datei).  Diese Orgel stand sogar schon einmal im Opernhaus von Barcelona auf der Bühne – eine barocke Oper wurde dort gespielt.

Die Kleinorgel ist auf einem fahrbaren Unterbau aufgestellt. Allzu oft bzw. schwunghaft sollte sie dennoch nicht bewegt werden, da die dabei auftretenden Erschütterungen dazu führen, dass ein Teil der Pfeifen (Zungenstimmen) sich schneller verstimmen.

 

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