Glanzvolles erstes Orgelkonzert – Volles Haus mit Kinofeeling

P1220951-Haselböck-an-Grenzing-OrgelMit begeistertem Applaus dankten die Zuhörer in der vollbesetzten Auferstehungskirche dem Star des Abends, Martin Haselböck, für sein gelungenes Orgelkonzert. Der international gefeierte Organist und Dirigent aus Wien gastierte an der neuen Grenzing-Orgel mit einem abwechslungsreichen Programm, in dem er die Vielfalt des Klangspektrums der neuen Orgel glanzvoll präsentierte.

Haselböck begann mit französischen Barockklängen von Marchand, bevor er sich mit Johann Sebastian Bach dem deutschen Kernrepertoire zuwandte. Auf zwei der bekannten Schübler-Choräle folgte die virtuos und temperamentvoll vorgetragene C-Dur-Toccata. Die Orgel glänzte, die Musik war wundervoll transparent. Es folgte mit Mendelssohns 3. Orgelsonate ein Werk der deutschen Orgelromantik, bei dem die Grenzing Orgel ihre dunkleren, grundtönigen Klangmöglichkeiten zeigen konnte. Starke Kontraste beherrschten zwei Orgelstücke von Schnittke und die übermütige Tanz-Toccata von Anton Heiler.

Als letzte Komposition des Abends entführte Haselböck die Zuhörer mit César Francks a-moll-Choral in die Welt der französischen Orgelromantik. Jetzt konnte die Orgel zeigen, welche Klangfülle das Schwellwerk zu bieten hat mit seinen warmen Flöten-und Streicherregistern und den wunderbar intonierten Zungenstimmen. Anschließend improvisierte Martin Haselböck über zwei aus dem Publikum gestellte Themen. Dabei ließ er noch einmal die Orgel in allen Facetten ihrer Registriermöglichkeiten erklingen, einschließlich der Glockenklänge des Carillon und der frei programmierbaren Koppeln.

 

 

P1220952-Volles-Haus-mit-KinofeelingDas Publikum konnte während des gesamten Konzertes auf zwei Leinwänden verfolgen, wie das Orgelspiel buchstäblich Hand und Fuß hat. Dadurch wurde das Konzert nicht nur ein Klangerlebnis, sondern auch zu einem spannenden optischen Genuss.

Martin Haselböck bedankte sich für den stürmischen Applaus als Zugabe mit einem Fandango von Soler. Das Großhansdorfer Publikum darf sich auf weitere Konzerte der Orgelwochen freuen.

Am 14.11. gastiert Prof. Wolfgang Zerer aus Hamburg, am 22.11. Andrés Cea Galán aus Sevilla und zum Abschluss spielt am 28.11. der Hausorganist Clemens Rasch.

 

 

 

 

P1220972-Beim-Empfang-nach-dem-KonzertFeierten das gelungene Konzert: Martin Haselböck (2.v.r.) im Kreis seiner Kollegen Domorganist Prof. Eberhard Lauer und Prof. Hans Gebhard sowie dem Gastgeber, Kantor Clemens Rasch