Erfolgreiche Arbeit einer aktiven Kirchengemeinde – 5 Jahre „Eine Orgel für Großhansdorf“

Zum fünfjährigen Bestehen „Eine Orgel für Großhansdorf“: das Kernteam des Vereins mit Clemens Rasch, Kerstin Maywald, Georg Dukek, Dirk Peter Hermann, Dr. Kai Greve und Dr. Christoph Schroeder (von links). Foto: M.Pantelmann

Großhansdorf (mapa). Mit der Einweihung der neuen Orgel am 1. November 2015 habe sich einiges im Musikleben in Großhansdorf verändert, gab der Schatzmeister vom Verein „Eine Orgel für Großhansdorf“ Georg Dukek zum fünfjährigen Bestehen bekannt. Mit einem unterhaltsam-geselligen Abend bei Musik und Gesprächen wurde dieses Orgelprojekt in der Auferstehungskirche gefeiert.

„Vor fünf Jahren wurde der Verein gegründet, seit zwei Jahren steht die neue Orgel wie ganz selbstverständlich da“, sagte Pastor Dr. Christoph Schroeder bei der Feier. Die Geschichte des Projekts von der Vereinsgründung bis zur Orgelweihe ließ Dukek für die Donatoren, Orgelpaten, Spender, Freunde und Förderer in Bildern noch einmal Revue passieren. „Das Thema Orgel stand schon seit mehr als 20 Jahren auf der Agenda und war nur nicht so in der Öffentlichkeit bekannt“, sagte Dukek. „Eine Generalüberholung wurde geschoben und geschoben. Zum Glück. So konnten wir alles in die neue Orgel einfließen lassen.“ Mit einem Sockelbetrag von 170.000 Euro als Startkapital wurde am 16.6.2012 der Förderverein gegründet. „Klar sollte sein, Gemeinde und Orgel zu trennen, damit das Gemeindewesen nicht darunter leidet und die neue Orgel zu 100 Prozent für die Orgel verwendet wird“, so Dukek weiter.

Dr. Kai Greve (rechts) bei der Bewirtung der geselligen Feier des Orgelvereins. Foto:M.Pantelmann

Als nach einer großen Spende einer Einzelperson die Hälfte der Orgelbausumme stand, konnte bereits im März 2013 der Kaufvertrag unterzeichnet werden. In der Zwischenzeit, vom „Orgelfieber gepackt“, konnte durch zahlreiche Aktivitäten das Spendenbarometer aufgefüllt werden. 700 namentlich bekannte Spender wurden bisher registriert. Den aktuellen Spendenstand benannte Dukek mit der stolzen Summe von 772.000 Euro, doch noch fehlen für dieses über Grenzen hinaus außergewöhnliche Instrument weitere Spenden von 75.000 Euro, um das zinslose Darlehen zurückzuzahlen. Das gesamte Projekt, darunter auch Emporenumbau, neue Heizungssteuerung und mehr wird mit 847.000 Euro beziffert.

Das fünfjährige Bestehen des Orgelvereins wurde mit vielen Gästen in der Auferstehungskirche gefeiert. Foto:M.Pantelmann

Bei der Suche nach einem Schirmherrn – es wurde der Hamburger Ballettintendant und Chefchoreograf John Neumeier – sei dem Verein wichtig gewesen, dass dieser nicht direkt aus dem Kirchenkreis kommen sollte, wie der Vereinsvorsitzende Dr. Kai Greve betonte: „Obwohl mit dichtem Terminkalender hat es Prof. Neumeier imponiert, dass sich Großhansdorf so sehr einsetzt. Mit seiner Schirmherrschaft hat das Projekt eine große Aufmerksamkeit erfahren“, dankte der Vorsitzende mit dem Hinweis, dass Neumeier mehrmals, auch mit Tänzern für einen Ballettauftritt, die Kirche besucht habe.

Bei der Feier zum fünfjährigen Bestehen des Orgelvereins gab es neben Besichtigungen der Orgel oder auch der Patenschaftspfeifen, ging es mit zuvor angemeldeten Wunschmelodien auch „nach der Pfeife der Besucher“. Der Kantor und Kirchenmusiker Clemens Rasch fügte die gewünschten Stücke, immer zum Ausgangspunkt der Toccata zurückkehrend, kunstvoll zusammen.

Gerührt vom Hören ihrer Wunschmelodie sagte Christel Buss: „Diese Musik wird immer bestehen bleiben.“ Foto:M.Pantelmann

Die 95-jährige Christel Buss hatte sich „Es blaut die Nacht“ und „Largo“ aus Händels „Ombra Mai Fu“ gewünscht. „Wenn sie uns auch alles nehmen. Diese Musik wird uns immer bestehen bleiben“, sagte sie in Erinnerung an die Flucht mit ihrer Schwester, als ihr das Mikrofon gereicht wurde. „Ich bin dankbar, das hier sagen zu dürfen und wünsche der Orgel, dass sie noch lange Freude bereiten wird.“

Spenden für das Orgelprojekt werden weiterhin gern entgegen genommen. Weitere Informationen unter: www.orgelfuergrosshansdorf.de.

Artikel und Bilder mit freundlicher Genehmigung von Autorin Margret Pantelmann