Wie wird die neue Orgel klingen?

Das Konzept sieht eine vollmechanische Orgel mit nun 33 Registern vor, die sich auf drei Manuale und Pedal verteilen und der Orgel Klangfülle und eine große Klangfarbenvielfalt verleihen.

Eine angemessene Vielfalt an Orgelregistern wird, sowohl für sich genommen als auch im Zusammenspiel mit anderen, immer neue Farben und Schattierungen hervorbringen können: von zartesten, fast sphärischen Klängen bis hin zum gewaltigen Orgelbrausen. Eine spannende Registrierungsvielfalt wird für die Interpretation von Orgelmusik aller Epochen zur Verfügung stehen und eine große stilistische Bandbreite im Spiel ermöglichen.

Der Klang der neuen Orgel wird warm und lebendig, tragend und den Kirchenraum angenehm füllend sein (nicht einfach nur laut). Die Pfeifen werden so intoniert (klanglich justiert und abgestimmt – eine große Orgelbaukunst), dass ein lebendiger Klang aus miteinander harmonierenden Pfeifen entsteht, aber dennoch eine Klangtransparenz erzielt wird. Die Orgel wird dann auch besser für das Zusammenspiel mit anderen Musikern geeignet sein.

Sie wird in Größe und Intonation angemessen dem Kirchenraum angepasst, klanglich harmonischer und besser auf die gute Akustik der Kirche ausgelegt sein.

Die vollmechanische, leicht zu spielende, aber präzise Traktur (das ist die Verbindung der Tasten mit den Pfeifenventilen) wird die Fingerbewegungen des Organisten sehr direkt in eine Pfeifenansprache übersetzen. Damit kann er auch in der Artikulation und beim Anklingen der Pfeifen den Klang variieren und gestalten.

Insgesamt soll die neue Orgel nicht eine bestimmte Epoche oder Orgelbauschule nachahmen (»Barock« oder »Romantik«, »deutsch« oder »französisch«), sondern ein Instrument werden, das in der Lage ist, einen Brückenschlag zwischen verschiedenen europäischen Orgelkulturen zu ermöglichen. Das Instrument soll »ein charakteristisches Kunstwerk unserer Zeit« werden (G. Grenzing).