Konzert läuft nach Wunsch: 400.000 Euro-Marke geknackt

„Ein toller Abend, so etwas muss wiederholt werden!“ – so klang es am Ausgang aus dem Munde vieler Zuhörer des Sommernachtskonzerts am Samstag, den 17. August 2013, in der Großhansdorfer Auferstehungskirche. Aber der Reihe nach berichtet: Bei diesem „Wunschkonzert“ konnten sich die Zuhörer gegen eine Spende für die neue Orgel aus einer langen Repertoire-Liste ihr Wunschstück aussuchen.

Noch während Clemens Rasch bereits den ersten Wunsch – ein Orgelstück – erfüllte, wurden die Musikwünsche, die von vielen Besuchern kurz vor Beginn des Konzerts abgegeben wurden, vom Organisationsteam zusammengestellt und dem Moderator überreicht. Die Musiker selbst wussten auch im weiteren Verlauf des Abends nicht, welche Stücke sie an diesem Abend noch spielen würden.

Die Wünsche der Zuhörer waren so zahlreich, dass das Konzert bis kurz vor 23 Uhr dauerte – drei Stunden ohne offizielle Pause. Gegen Ende mussten schweren Herzens ein paar der Wünsche gekürzt werden, um die trockenen Kehlen durch den endlich stattfindenden Ausschank der traditionellen Sommernachts-Bowle zu erfrischen.

Dennoch war das Konzert kurzweilig: Moderator Ludwig Hartmann führte mit einer sympathischen, souveränen und lockeren Art durch das Programm. Die Abfolge des Konzertprogramms wurden durch kleine Kurzinterviews der Beteiligten immer wieder aufgelockert und die Musikstücke durch Ludwig Hartmann als einen Kenner der Materie eingeführt. Die gelöste Atmosphäre des Konzerts – („Drei Stunden entspannter Genuss, fast wie beim Radiohören, nur live“) und die Begeisterung der Zuhörer zeigte sich auch in der hohen Beteiligung beim anschließenden Ausklang mit Bowle auf dem Kirchenvorplatz.

Das Programm war sehr breit gefächert: Bach bis Bernstein, Mozart bis Mahler, Schubert bis Strauß – Arie und Abendlied, Liebeslied und Katzenduett, Fanfare und Fuge – für jeden Geschmack war etwas dabei und gewünscht worden. Die Sopranistin Julia Barthe, Bariton Joachim Gebhardt und Trompeter Prof. Eckhard Schmidt machten durch einen abwechslungsreichen und differenzierten Vortrag die unterschiedlichen Charakteristika der Musikstücke für die Zuhörer lebendig. Kantor Clemens Rasch war im Dauereinsatz – entweder als Solist oder als Begleiter am Klavier und an der Orgel.

Die Begeisterung der Zuschauer spiegelte sich auch in einer hohen Spendenbereitschaft nach Ende des Konzerts wider, so dass die vor Beginn des Konzerts bereits registrierten Spenden nochmals einen weiteren Schub erhielten. Insgesamt kamen 3500 Euro zusammen, die durch einen anonymen Spender verdoppelt wurden. So wuchs der Spendenstand für die neue Orgel durch das Wunschkonzert um 7000 Euro. Die Marke von 400.000 Euro – die Hälfte der veranschlagten Gesamtkosten für die neue Orgel – wurde während des Konzerts damit geknackt.

„Es ist eine doppelte Freude, wenn wir nicht nur einen tollen Abend erleben durften, sondern dadurch noch diesen wichtigen Meilenstein beim Spendenstand erreicht haben“, freute sich Georg Dukek, der Schatzmeister des Vereins Eine Orgel für Großhansdorf e.V. „Und das schon ein Jahr, nachdem der Orgelverein mit dem Vorhaben des Orgelneubaus erstmals an die Öffentlichkeit trat.“