Wie der Verein zu seinem Logo kam

Nachdem der Beschluss, die Orgel der Großhansdorfer Auferstehungskirche zu erneuern, gefasst wurde, gilt es nun auf möglichst vielen Wegen für das Projekt zu werben und Spendengelder zusammenzutragen.

“Jeder nach seinem Vermögen”, dachte sich auch die Druckgraphikerin und Kulturpädagogin Kerstin Maywald und entwarf einen 3-Farbholzschnitt nach dem Originalinstrument. Da das äußere Erscheinungsbild der Orgel (der sogenannte Prospekt) beibehalten wird, zeigt eine Grafik nach der Vorlage der derzeitigen Orgel ebenso das Abbild des zukünftigen Instrumentes.

Auf dem diesjährigen Gemeindefest wurden die Drucke im Kirchenschiff präsentiert und zum Verkauf (75 Euro) angeboten. Der Einnahmen kommen zu 100 Prozent dem Verein zugute. Bis auf weiteres sind die Bilder in der Kirche zu sehen. Wer Interesse am Erwerb eines Druckes hat, möge sich mit Kai Greve oder einem Mitglied des Vorstands (Siehe Ansprechpartner) in Verbindung setzen.

Nach Fertigstellung der Grafikserie entschied der Verein schnell, eine Version als Vorlage für das Vereinslogo zu verwenden.Typografiker Richard Krumm fügte noch den Schriftzug hinzu – Fertig war das Logo.

Wie die Unikate entstanden sind

Bei der Umsetzung der realen, räumlichen Ansicht in eine Druckgrafik bediente sich Kerstin Maywald der Technik des “Verlorenen Schnitts”. Bei diesem Vorgehen wird nur eine Holzplatte, die in mehreren Arbeitsschritten geschnitten und gedruckt wird, verwendet. Da dabei der jeweils letzte Druckstock durch den folgenden zerstört und damit ersetzt wird, bleibt lediglich der letzte Druckstock erhalten. Die so enstandenen mehrfarbigen Grafiken können daher nicht reproduziert werden, es handelt sich um Unikate eines “Verlorenen Schnitts”.

Im Falle des Orgelholzschnitts wurde das Motiv für die erste Farbe der “erste Zustand” in das Holz geschnitten und anschließend gedruckt. Auf diese Weise entstanden im ersten Druckdurchgang 44 einfarbige Versionen des Orgelmotivs. Nun wurde die Platte weiterbearbeitet, indem der zweite Druckstock aus dem ersten geschnitten wurde, bis der nächste Zustand fertig war. Dabei wurde automatisch der erste Druckstock zerstört, er ist “verloren”. Nach dem Abdrucken dieses Zustands wurde die Platte ein letztes Mal geschnitten und gedruckt, bis durch das Übereinanderdrucken von drei Platten eine 3-farbige Grafik entstand.

Durch Experimentieren mit einer weiten Farbpalette und Variieren der Druckstöcke unterscheiden sich die 44 Grafiken in Farbe und Form stark voneinander. Jeder einzelne Druck ist und bleibt ein Unikat.