Jubiläumskonzert zugunsten der neuen Orgel

Im Jahr 2013 feiert Kantor Clemens Rasch sein 25-jähriges Kirchenmusikerjubiläum. Aus diesem Anlass fand am Samstag, den 2. März um 18 Uhr in der Auferstehungskirche ein Jubläumskonzert statt, das sicherlich als einer der musikalischen Höhepunkte dieses Jahres gelten wird. Das Konzert war als Benefizkonzert zugunsten der neuen Orgel angesetzt, die Eintrittspreise waren zu diesem Zweck etwas erhöht. Die Musiker verzichteten auf die üblicherweise anfallende Gage ebenfalls zugunsten der Orgel.

Die Solistenpartien übernahmen Julia Barth (Sopran), Christa Bonhoff (Alt), Dantes Diwiak (Tenor) und Joachim Gebhardt (Bass). Das Großhansdorfer Kammerorchester begleitete die Kantorei beim weltberühmten Requiem d-moll KV 626 von Wolfgang Amadeus Mozart. In das Requiem hineinverwoben spielte Clemens Rasch selbst als Solist, begleitet vom Orchester, das Mozart Klavierkonzert d-moll KV 466.

Um das beliebte Requiem ranken sich viele Gerüchte – Es stammt nur zu rund zwei Dritteln von Mozart selbst, der während der Komposition schwer erkrankte und starb. Sein Schüler  Franz Xaver Süßmayr komplettierte das Werk – welche Fragmente von ihm, welche von Mozart selbst stammen, wird seit nunmehr Jahrhunderten diskutiert. Der Beliebtheit des Stückes, das die Zuhörer „immer wieder zu Ergriffenheit und wohligen Schauern“ verleitet – tut dies aber keinen Abbruch.

Das fanden auch die vielen Zuhörer, die der Einladung von Clemens Rasch gefolgt waren. Dass Clemens Rasch selbst als Klaviersolist in das Requiem noch ein Mozart Klavierkonzert hineinwob, hob diese Aufführung von den sonst stattfindenden Konzerten besonders ab. Musikkennern war auch aufgefallen, dass die von Herrn Rasch in das Klavierkonzert hineinkomponierten Solokadenzen ebenfalls von Referenzen auf das Requiem geprägt waren – man konnte als Zuhörer schon mal ins Grübeln kommen, wo im Programmheft man gerade war…

Mozart Requiem beim Jubiläumskonzert. Bild: Margret Pantelmann„Gelungenes Konzert“, „Bei solch tollen Aufführungen kann man sich am Requiem nie satt hören“,  „Man hört, dass die Sänger und Musiker Spaß daran hatten, das Requiem aufzuführen.“  So Stimmen, aufgeschnappt beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus.

Dort wurde unter anderem auch noch publik, dass ganz zu Beginn seiner Tätigkeit in Großhansdorf das Mozart-Requiem genau das Stück war, mit dem Clemens Rasch die Chor- und Kirchenmusik in der Gemeinde vor fünfundzwanzig Jahren wieder neu belebt hatte.

Jetzt muss nur noch die Orgel selbst wiederbelebt werden. Aus dem Benefizkonzert  kamen insgesamt Euro 8800 für die neue Orgel zusammen – aus den erhöhten Eintrittsgeldern sowie den Honorarverzichten der Orchestermitglieder, Sänger und Sängerinnen.   Da sich Herr Rasch statt etwaiger Geschenke von seinen Gästen lieber Spenden für die neue Orgel wünschte, gingen weitere Beträge in den Tagen um das Jubiläumskonzert auf das Spendenkonto ein.